El Lissitzky und eine Rolle Plakate

„Von allen Künsten ist meines Erachtens die Filmkunst die wichtigste“, soll Lenin 1922 gesagt haben. In dem großen föderalen Land mit einer überwiegenden Anzahl von Analphabeten sowie unzähligen Sprachen und Dialekten war der Stummfilm wohl tatsächlich das geeignete Medium, um das Volk mit Propaganda, Bildung und Unterhaltung zu erreichen.

Orte des Exils

Die dritte und vorerst abschließende Ausstellung der Reihe über Künstler_innen mit Exil-Hintergrund befasst sich mit den über die ganze Welt verstreuten Orten des Exils, darunter Orte des Aufbruchs und der Ankunft, aber auch reine Transit- und Zwischenstationen, von denen aus sich neue Wege eröffneten, und gewollte wie ungewollte Endstationen einer Flucht und Orte der Rückkehr.

Astrid Klein. Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe

Astrid Klein (*1951) zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Zentraler Aspekt ihres Gesamtwerks ist die Auseinandersetzung mit dem politischen Klima im Nachkriegsdeutschland und der westlichen Welt, mit Ängsten und Sehnsüchten, die über die Medien global transportiert werden. Sie untersucht diese grenzübergreifenden, gleichwohl stereotypisierten Machtverhältnisse, wobei ihr künstlerischer Ansatz auf der wahrnehmungspsychologischen Hinterfragung tradierter Bildkultur fußt. Ihre konzeptuelle Herangehensweise steht dabei in enger Verbindung mit amerikanischen Zeitgenossen*innen, John Baldessari, Jenny Holzer, Barbara Kruger oder Richard Prince.

Max Ernst – Sammlung Würth im Schmuckmuseum Pforzheim

Max Ernst (1891–1976) zählt zu den anregendsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Strahlkraft seines Œuvres reicht weit über seine Zeit hinaus. Ein Teil seiner biografischen Notizen ist fiktiv, und er hielt stets auch eine ironische Distanz zu seinen eigenen Werken und Techniken: In seinen Bildern findet sich sowohl Figuratives wie auch erfundene Formen, seine Kunst ist multimedial. Max Ernst war ein Grenzgänger und Meister des Zwischenreichs. Wie sein Leben ist auch sein Werk von Brüchen und Themenwechseln geprägt. Beides ist in der Gesamtheit Ausdruck seines visionär-skeptischen Weltentwurfs.

Meisterwerke der Landschaftsmalerei

Vom 17. Juli bis 8. November 2020 zeigt das Kunsthaus Zürich anhand von 60 Gemälden die Entwicklung der Landschaftsmalerei seit dem 15. Jahrhundert. In der Wertschätzung zunächst hinter Historienbildern und der Porträtmalerei rangierend, erkämpfte sich das Genre ab dem 17. Jahrhundert mehr und mehr die Gunst des Publikums.