Über Mütter

Maria Rolly kommt am 29. Oktober 1925 in Basel zur Welt, wo sie auch heute noch lebt. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie bei den Grosseltern und bei einer Tante. Niemals aber lebt Maria Rolly bei ihrer Mutter. Ihren leiblichen Vater kennt sie nicht. Der spätere Stiefvater ist ein ruhiger und hilfsbereiter Mann. 1951 heiratet sie den Basler Grafiker Hanspeter Rolly. Sie bekommen zwei Söhne. Mit 40 Jahren beginnt sie als Autodidaktin zu malen.

Adrian Schiess. Malerei 1980-2020

Adrian Schiess, 1959 in Zürich geboren, gehört zu den grundlegenden Malern seiner Generation. Documenta, Biennale und zahlreiche Einzelausstellungen haben sein Schaffen auch international bekannt gemacht. Seine Malerei ist nicht als vertikale Fläche an der Wand zu sehen, sondern als frei im Raum platzierbares Arbeitsfeld, in dem das Erscheinen und Verschwinden des Phänomens Malerei zum Thema wird. Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen ist seinem zentralen seriellen Werktypus gewidmet, der aus einer hochdifferenzierten Malerei auf horizontal ausgelegten Platten besteht.

Michael Schmidt. Fotografien 1965—2014

Michael Schmidt (1945–2014) bezieht in der deutschen Gegenwartsfotografie eine einzigartige Position. In Berlin geboren, fand er Mitte der 1960er-Jahre als Autodidakt zur Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel. Die Retrospektive im Hamburger Bahnhof stellt erstmals das gesamte Lebenswerk chronologisch vor und ist die erste Übersichtsausstellung des Berliner Fotografen in seiner Heimatstadt nach 25 Jahren.

Lutz & Guggisberg. Ofen, Geist und Meister

„Ofen, Geist und Meister“: Der Ausstellungstitel des Künstlerduos Lutz & Guggisberg im Kunst Museum Winterthur vereint scheinbar unvereinbare Welten. Beim Ofen mag man an die gemütliche Ecke in Grossmutters Wohnzimmer denken, Geist hingegen eröffnet geradezu philosophische Dimensionen und Meister, zumindest Meister des Absurden, sind die beiden Künstler ohnehin.

Gezeichnete Stadt

Berlin ist gezeichnet von seiner Geschichte, von Erfolgen und Niederlagen, von Feudalismus, Pragmatismus, Liberalismus, Demokratien und Diktaturen. Aber auch gezeichnet und gemalt von vielen Künstler*innen. Die Berlinische Galerie verfügt über eine der größten und wichtigsten Kunstsammlungen zur Stadt Berlin. Allein die Grafische Sammlung beherbergt eine üppige Vielfalt von rund 25.000 Werken zu zahlreichen Themen. Auch die Ost-Berliner Kunst macht einen umfangreichen und wertvollen Teil dieses Bestandes aus.