Bunny Rogers. Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc

Anlässlich der Schenkung durch private Förder*innen als großen Dank an den Ende Oktober 2020 aus seinem Amt scheidenden Direktor der Nationalgalerie Udo Kittelmann präsentiert der Hamburger Bahnhof die Installation „Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc“ von Bunny Rogers in einer Sonderpräsentation. Das zentrale Werk der US-amerikanischen Künstlerin reflektiert anhand persönlicher wie popkultureller Referenzen die Vielschichtigkeit jugendlicher Weiblichkeit, damit verbundene Angst, Intensität und Narzissmus.Hamburger

Welt am Draht

Installative Kunst mit Lichtprojektionen, Neonbändern und Fluoreszenzröhren hängt ebenso ab von einem steten Fluss elektrischer Energie wie die Videokunst. Neue technische Möglichkeiten boten auch immer neue ästhetische und inhaltliche Möglichkeiten, welche seit den späten 1960er Jahren von den Künstlerinnen und Künstlern intensiv genutzt wurden.

Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin

Wie viele Frauen gehobener Stände, sammelte auch Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi, in den 1860er Jahren Porträtfotografien – es war en vogue. Das Museum Ludwig verwahrt achtzehn ihrer Alben mit ca 2.000 Fotografien im sogenannten Carte de Visite Format; dies sind auf Karton fixierte Fotografien im Format von circa 6 x 9 cm. Darauf zu sehen sind Adelige – viele Mitglieder von Elisabeths Familie –, Berühmtheiten und Kunstwerke.

Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum

Es gibt wohl kaum einen anderen zeitgenössischen Bildhauer, dem es gelungen ist, so prägnante und unverwechselbare plastische Werke zu schaffen, wie dem deutschen Künstler Stephan Balkenhol (*1957). Seine ikonischen Figuren eines Mannes mit weißem Hemd und schwarzer Hose haben ihn weit über Deutschland hinaus bekannt gemacht. Balkenhol ist ein Bildhauer im klassischen Sinne: Mit Klüpfel und Beitel, Säge und Messer arbeitet er seine Skulpturen und Reliefs aus zum Teil riesigen Holzstämmen heraus. Handwerkliche Arbeitsspuren und Materialeigenschaften werden nicht verleugnet, sondern machen den besonderen Reiz seiner Skulpturen aus.

Expressionismus. Sammlung Selinka

Die Ausstellung „Expressionismus“ zeigt mit 42 Werken ausgewählte expressionistische Arbeiten aus der Sammlung Selinka des Kunstmuseum Ravensburg. Etwa zwei Drittel der Sammlung bestehen aus Werken des Expressionismus, vorwiegend aus Arbeiten der Künstlergruppe „Brücke“ (1905–1913). Die Werkschau setzt einen Schwerpunkt bei den 1910er-Jahren und gibt einen Einblick in fast die Hälfte der Neurahmungen, die in den letzten beiden Jahren erfolgt sind. Zeitgleich wurden alle Arbeiten auf Papier restauratorisch betreut und von ihren Passepartouts befreit, sodass ein unverstellter Blick auf das gesamte Blatt möglich ist.