In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman

Es ist die umfassendste Themenausstellung zu Kunst und Kultur rund um das Orale, die es jemals in Deutschland gab – und sie ist ab dem 31. Oktober 2020 im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen: die große Schau „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“. Mit Werken von unter anderem Albrecht Dürer, Pablo Picasso, Louise Bourgeois, Marina Abramović und Andy Warhol zeigt das Kunstmuseum über 250 Kunstwerke und Objekte von der Antike bis zur Gegenwart.

Rembrandts Orient

Für jemanden, der sein Heimatland anscheinend niemals verlassen hat, verfügte Rembrandt Harmensz. van Rijn über einen erstaunlich grenzenlosen Horizont. Als Künstler, Sammler und Bürger kam er mit Kunstwerken, Gebrauchsgegenständen und Menschen aus allen Teilen der damals bekannten Welt in Kontakt. Rembrandts Neugierde auf alles Fremde und sein unstillbarer Appetit als Sammler waren schon zu seinen Lebzeiten legendär und inspirierten ihn auf einzigartige Weise in seinem Schaffen.

Michał Budny, Vittorio Santoro – Sculpture/Sculpture

Michał Budny (*1976) gehört zu den führenden Positionen der aktuellen polnischen Kunst. Seine Objekte, Installationen und Kartonagen nehmen Mass am Menschen, an der Körperlichkeit und Präsenz des Künstlers sowie der Betrachterin. Auch Vittorio Santoros (*1962) Arbeiten sind auf das Publikum angewiesen: Viele Arbeiten erschliessen sich erst durch die Bewegung in einer Installationen und zwischen den Objekten. Die Ausstellung „Sculpture/Sculpture“ verbindet die Werke der beiden Künstler zu einem losen Dialog.

Tools for Utopia

Kunst bricht mit Gewohntem und öffnet den Blick für neue Zukunftsvisionen: Kunst schafft Utopien. Am Anfang jeder Utopie steht eine dystopische Realität. So erzählt «Tools for Utopia» die Geschichte von politischer und sozialer Unterdrückung aber auch von kultureller Aufbruchsstimmung. Innovative Kunstschaffende entwickelten abstrakte Kunst, durch die sie zu einer radikalen Neugestaltung der Gesellschaft beitragen wollten.

Léon Wuidar

Quadrate und Rechtecke, Polygone mit gebogenen Kanten, Kreise und Kreissegmente, gespiegelt, vervielfacht und in verschiedenen Farbkontrasten einander gegenübergestellt, das sind die zentralen Elemente in Léon Wuidars Kompositionen. Das Museum Haus Konstruktiv widmet dem belgischen Künstler die erste Ausstellung in der Schweiz. Zu sehen sind wichtige Werke seit den 1960er-Jahren bis heute.