Modernité – Renoir, Bonnard, Vallotton

Der Winterthurer Sammler und Mäzen Richard Bühler prägte mit seinem privaten und öffentlichen Engagement ein neues Kunstverständnis in der Schweiz. Er läutete einen Geschmackswandel hin zur Moderne ein und war in Winterthur einer der bedeutendsten Vorkämpfer für die moderne französische und Schweizer Malerei. Nun widmet sich das Kunst Museum Winterthur in der Ausstellung „Modernité – Renoir, Bonnard, Vallotton“ erstmals dem in Vergessenheit geratenen Sammler und Mäzen mit einem Fest der Farben.

Lutz & Guggisberg. Ofen, Geist und Meister

„Ofen, Geist und Meister“: Der Ausstellungstitel des Künstlerduos Lutz & Guggisberg im Kunst Museum Winterthur vereint scheinbar unvereinbare Welten. Beim Ofen mag man an die gemütliche Ecke in Grossmutters Wohnzimmer denken, Geist hingegen eröffnet geradezu philosophische Dimensionen und Meister, zumindest Meister des Absurden, sind die beiden Künstler ohnehin.

Bürgerwelten – Porträtminiaturen des Biedermeier

Nach der Niederlage Napoleon Bonapartes (1769–1821) berieten die Vertreter europäischer Mächte 1814/1815 am Wiener Kongress unter dem Vorsitz des österreichischen Staatskanzlers Fürst von Metternich (1773–1859) die Neuordnung Europas. Die beteiligten Politiker wurden von französischen Malern porträtiert; allen voran vom Hofmaler und Miniaturisten Jean Baptiste Isabey (1767–1855). Diese als Auftragsarbeiten ausgeführten Miniaturen dienten als Statussymbole. Sie standen stellvertretend für eine Gesellschaft, welche die alte Ordnung wiederherstellen wollte.