Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

Über einhundert Jahre, von 1864 bis 1971, bestand in der Impasse Ronsin eine Ateliersiedlung, in der Künstler*innen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlicher Schaffensweise arbeiteten. Diese kuriose Sackgasse im Montparnasse-Quartier diente etwa 220 Kunstschaffenden als Atelier und Wohnort, vom akademischen Bildhauer Alfred Boucher bis zur argentinischen Performancekünstlerin Marta Minujín.

Rodin / Arp

Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966) das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler zeichnet eine einzigartige künstlerische Innovationskraft und Experimentierfreude aus. Sie schufen Werke, die ihre Zeit stark geprägt haben und bis heute aktuell geblieben sind.

«Wo Wir»

In der Ausstellung «Wo Wir» finden drei unterschiedliche Projekte zusammen, die alle unbefangen und lustvoll dem ‘Genius Loci‘ (lat.: Geist des Ortes), sowie dem institutionellen ‘Modus Operandi‘ (lat.: Art des Handelns), nachgehen und diese hinterfragen. Ein Moment der Selbstreflexion stellt sich in «Wo Wir» ein, wobei nicht der Entwurf eines neuen Ausstellens sondern viel mehr der sozialpolitische Kontext erprobt wird, in dem sich sowohl Künstler*innen als auch Institutionen bewegen.

Sich kreuzende Parallelen

Jede Zeit wählt ihre Stars. Und jede nachfolgende Epoche entscheidet, ob sie deren Licht verlöschen oder gar noch heller erstrahlen lässt. Zu gerne wüssten wir, welche Berühmtheiten unserer Tage auch unsere Urenkel noch begeistern werden. Es ist das Privileg der Kunst längst vergangener Jahrhunderte, diese Antwort schon zu kennen.

Katja Aufleger. Gone

In ihrer ersten Einzelausstellung in der Schweiz präsentiert die Künstlerin Katja Aufleger (1983*, Oldenburg) im Museum Tinguely zerbrechliche Skulpturen, gefährliche Chemikalien und Videoarbeiten aus den letzten zehn Jahren ihres Schaffens. Mit transparenten Materialien wie Glas, Plastik und bunten Flüssigkeiten, aber auch mit immateriellen Komponenten wie Klang und Bewegung entwickelt Aufleger fragile Installationen und Filme. Dabei […]